Werkzeugkunde und Grundlagen
Ausbeulhebel, Reflektorlampe, Klebetechnik-Sets: Welches Werkzeug für welche Delle, wie wird es geführt, wie wird es gepflegt.
Akademie Delle und Lack - Michael Wernsdorfer
AZAV-zertifiziert · Quereinstieg möglich
Dellen aus dem Blech holen, ohne zu lackieren – ein Handwerk, das gesucht wird und gut bezahlt ist. Bei uns lernen Sie es an echten Fahrzeugen, in einer echten Werkstatt. Ohne Vorkenntnisse, ohne Eigenanteil bei bewilligtem Bildungsgutschein.
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AZAV-zertifizierter Bildungsträger
Praxisanteil über 80 %
Eigenes Übungsfahrzeug
Beulendoktor, Dellendoktor, Dellentechniker – drei Namen für dasselbe Handwerk. Der Fachbegriff lautet lackschadenfreie Ausbeultechnik, international bekannt als PDR (Paintless Dent Repair).
Statt zu spachteln, zu schleifen und neu zu lackieren, wird die Delle von der Rückseite des Blechs herausgearbeitet – millimeterweise, mit Spezialhebeln und viel Gefühl. Der Originallack bleibt vollständig erhalten. Wo das nicht möglich ist, kommt die Zieh- und Klebetechnik zum Einsatz.
Der Vorteil für den Fahrzeughalter liegt auf der Hand: Die Reparatur ist deutlich günstiger als eine klassische Instandsetzung, sie dauert Stunden statt Tage, und das Fahrzeug verliert nicht an Wert, weil kein Nachlackieren im Fahrzeugbrief oder in der Historie auftaucht. Genau deshalb setzen Versicherungen, Leasinggesellschaften, Autohäuser und Flottenbetreiber gezielt auf diese Methode.
Für Sie als Beulendoktor heißt das: Sie arbeiten in einem Bereich, der nicht auf Kundenlaune angewiesen ist, sondern auf feste Auftraggeber.
Sie brauchen keine abgeschlossene Kfz-Ausbildung. Die meisten unserer Teilnehmer kommen aus ganz anderen Berufen – Lager, Bau, Gastronomie, Verkauf, Bundeswehr. Was zählt, ist etwas anderes:
Dellen erkennt man über die Lichtreflexion. Das lässt sich trainieren, aber es muss Sie interessieren.
Ausbeulen ist Millimeterarbeit. Wer schnell ungeduldig wird, tut sich schwer.
Sie stehen den ganzen Tag am Fahrzeug, nicht am Schreibtisch.
Arbeiten über Kopf und in gebückter Haltung gehören dazu.

Arbeitssuchende mit Bildungsgutschein, die einen Beruf mit Perspektive suchen. Quereinsteiger im mittleren Alter, die etwas Handfestes lernen wollen. Kfz-Mechatroniker und Lackierer, die ihr Angebot erweitern. Und Werkstattinhaber, die den Bereich in den eigenen Betrieb holen wollen.
Sie sind über 40 und fragen sich, ob sich das noch lohnt? Ein erheblicher Teil unserer Teilnehmer ist zwischen 35 und 55. In diesem Handwerk zählen Sorgfalt und Erfahrung mehr als Tempo – Berufserfahrung aus anderen Bereichen ist hier kein Nachteil, sondern oft ein Vorteil im Kundenkontakt.
Der Kurs ist praktisch aufgebaut. Theorie gibt es nur so viel, wie Sie zum Verstehen brauchen – der Rest ist Arbeit am Fahrzeug.
Ausbeulhebel, Reflektorlampe, Klebetechnik-Sets: Welches Werkzeug für welche Delle, wie wird es geführt, wie wird es gepflegt.
Die wichtigste Grundfertigkeit überhaupt. Sie lernen, mit der Reflektorlampe zu lesen, wo genau die Werkzeugspitze sitzt und wie sich das Blech unter dem Druck verhält.
Der Kern des Handwerks: Dellen von der Rückseite herausdrücken, Spitzen einebnen, Spannungen im Blech kontrolliert lösen.
Für Stellen, an die man von hinten nicht herankommt. Kleben, ziehen, nacharbeiten.
Ohne Demontage kommen Sie oft nicht an die Delle. Sie lernen, Türverkleidungen, Himmel und Anbauteile fachgerecht zu lösen und wieder einzusetzen – ohne Clips zu zerstören.
Das lukrativste Einsatzgebiet. Systematisches Vorgehen bei Dutzenden Dellen auf einem Fahrzeug, Kalkulation nach Dellenzahl und Größe.
Alu verhält sich anders als Stahl und verzeiht weniger. Moderne Fahrzeuge stellen eigene Anforderungen.
Was kostet welche Reparatur? Wie erklären Sie einem Kunden, was machbar ist und was nicht? Wie schreiben Sie ein sauberes Angebot?
Genauso wichtig: zu wissen, wann eine Delle nicht lackschadenfrei zu reparieren ist. Ein Techniker, der das früh erkennt, spart sich und dem Kunden Ärger.
Unsere geförderte Ausbildung ist modular aufgebaut. Jedes Modul umfasst 240 Unterrichtseinheiten in sechs Wochen und findet in Präsenz in unserer Werkstatt statt.
Inhalt | Dauer | |
|---|---|---|
Modul 1 – Grundkurs | Dellentechnik und Spot-Repair, Grundlagen | 240 UE / 6 Wochen |
Modul 2 – Aufbaukurs | Dellentechnik und Spot-Repair, Vertiefung | 240 UE / 6 Wochen |
Modul 3 – Expertenkurs | Dellentechnik, Spot-Repair und Aufbereitung | 240 UE / 6 Wochen |
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}Welche Kombination für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrem Ziel ab. Für den Einstieg in ein Angestelltenverhältnis reicht oft Modul 1. Wer sich selbstständig machen will, sollte mindestens zwei Module belegen, um ein breiteres Leistungsspektrum anbieten zu können.
Kürzere Kurse für Selbstzahler: Wenn Sie die Ausbildung privat oder über Ihren Arbeitgeber finanzieren, bieten wir kompakte Kurse ab zwei Tagen an. → Zu den Selbstzahler-Kursen
Mit Bildungsgutschein: Sie zahlen nichts. Als AZAV-zertifizierter Bildungsträger können wir Bildungsgutscheine nach § 81 SGB III einlösen. Die Lehrgangskosten werden dann zu 100 Prozent übernommen, ein Eigenanteil fällt nicht an. Fahrtkosten und gegebenenfalls Kinderbetreuung können Sie zusätzlich beantragen. Ihr Arbeitslosengeld oder Grundsicherungsgeld läuft während der Weiterbildung weiter.
Wichtig zu wissen: Der Bildungsgutschein ist nach Ausstellung in der Regel drei Monate gültig und an ein bestimmtes Bildungsziel sowie eine Region gebunden. Den Bildungsträger dürfen Sie frei wählen – lassen Sie sich also nicht drängen, sondern schauen Sie sich die Werkstatt vorher an.
Weitere Kostenträger: Neben Agentur für Arbeit und Jobcenter kommen je nach Situation auch die Deutsche Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaft oder der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr in Frage.
Als Selbstzahler: Die Preise für unsere Kompaktkurse finden Sie auf der Selbstzahler-Seite. Firmenschulungen kalkulieren wir individuell.
→ Ausführlich erklärt: Was die AZAV-Zertifizierung für Ihre Schulung bedeutet
Der Bedarf hat mehrere stabile Treiber. Hagelereignisse nehmen zu und erzeugen jedes Mal Auftragsspitzen, die die vorhandenen Kapazitäten übersteigen. Leasing- und Flottenrückläufer müssen vor der Rückgabe instandgesetzt werden – jede Delle kostet den Halter sonst bares Geld. Und Versicherer drängen aus Kostengründen aktiv auf Smart-Repair-Verfahren statt auf Teiletausch.
Gleichzeitig ist die Zahl ausgebildeter Dellentechniker überschaubar. Es gibt keinen klassischen Ausbildungsberuf dafür; wer das Handwerk beherrscht, hat es sich über Weiterbildung und Praxis angeeignet.
Ihre Möglichkeiten nach der Ausbildung:
Durch unser Netzwerk in der Branche können wir Teilnehmern häufig konkrete Kontakte zu Betrieben vermitteln. Eine Jobgarantie geben wir nicht – wer das verspricht, sagt Ihnen nicht die Wahrheit.
Eine Frage, die uns fast jeder Teilnehmer stellt: Brauche ich dafür einen Meisterbrief?
Für die reine Dellentechnik ohne Lackierarbeiten lautet die Antwort in aller Regel: nein. Lackschadenfreies Ausbeulen wird üblicherweise nicht dem zulassungspflichtigen Handwerk zugerechnet, sondern als sogenannte unwesentliche Tätigkeit eingestuft. Die Anmeldung erfolgt dann als Gewerbe beim Gewerbeamt.
Sobald Lackarbeiten dazukommen, wird die Abgrenzung schwieriger – kleinflächige Spot-Repair-Ausbesserungen werden meist noch als unwesentlich behandelt, größere Lackierungen nicht mehr. Die Praxis der Kammern unterscheidet sich regional.
Unser Rat: Klären Sie Ihr geplantes Leistungsspektrum vor der Gründung schriftlich mit der für Sie zuständigen Handwerkskammer. Das kostet ein Telefonat und erspart Ihnen im Zweifel eine Betriebsuntersagung. Wir besprechen das Thema in der Ausbildung und sagen Ihnen, worauf es dabei ankommt.
Wieso sollten Sie uns als Ihre Ausbilder wählen?
Erstberatung startenSie arbeiten an Karosserieteilen und kompletten Fahrzeugen mit allen Schwierigkeiten, die die Praxis mit sich bringt – schwer zugängliche Stellen, Verstrebungen, Klebstellen.
Unsere Ausbilder haben das Handwerk selbst über Jahre am Fahrzeug gelernt und arbeiten weiter darin. Sie unterrichten, was heute in der Werkstatt tatsächlich gefordert wird.
Ausbeulen lernt man nicht durch Zuschauen. Sie brauchen jemanden, der Ihnen über die Schulter schaut und Fehler korrigiert, bevor sie sich einschleifen.
Als AZAV-zertifizierter Träger werden unser Konzept, unser Personal und unsere Ausstattung regelmäßig von einer unabhängigen Stelle überprüft.
Sie legen fest, wie weit Sie gehen wollen – vom Grundkurs bis zur vollständigen Smart-Repair-Fachkraft.
FAQ
Fragen, die unsere Kursteilnehmer oder Interessenten uns immer wieder stellen.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Nein. Unsere Ausbildung ist ausdrücklich für Quereinsteiger konzipiert. Handwerkliches Geschick und ein gutes Auge sind wichtiger als ein Zeugnis.
Jedes geförderte Modul umfasst 240 Unterrichtseinheiten in sechs Wochen. Je nach Ziel kombinieren Sie ein bis drei Module. Für Selbstzahler gibt es kompakte Kurse ab zwei Tagen.
Sie können in drei Tagen die Grundlagen kennenlernen und einfache Dellen bearbeiten. Ein Handwerk beherrschen Sie danach nicht. Seriöse Anbieter sagen Ihnen das offen. Wer damit wirbt, in wenigen Tagen einen fertigen Techniker auszubilden, verkauft Ihnen ein Versprechen, das die Praxis nicht einlöst.
Mit bewilligtem Bildungsgutschein nichts. Als Selbstzahler richten sich die Kosten nach Kurslänge – die aktuellen Preise finden Sie auf unserer Selbstzahler-Seite.
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Nein. Es handelt sich um eine Weiterbildung, nicht um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Genau deshalb kommt es auf die Qualität des Anbieters an – und darauf, wie viel Sie am Fahrzeug tatsächlich in der Hand hatten.
Die geförderten Module laufen in Vollzeit. Für Berufstätige sind unsere kompakten Selbstzahler-Kurse die passendere Variante; Firmenschulungen führen wir auf Wunsch auch bei Ihnen vor Ort durch.
Ein solides Hebelset, Klebetechnik und eine gute Reflektorlampe sind die Basis. Wir besprechen die Ausstattung in der Ausbildung und sagen Ihnen ehrlich, wo sich Qualität lohnt und wo nicht. → Mehr zum Werkzeug
Sind Sie bereit?
Ein Telefonat klärt oft mehr als jede Website. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob die Ausbildung zu Ihrer Situation passt – und wenn nicht, auch das.
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Telefon: 06355 – 4 12 99 60 · Mobil: 0152 – 58 60 73 56

